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16/11/17 T-Breakfast mit Max Schrems von Elisabeth Melamed

Ab 25. Mai 2018 gilt die sogenannte DSGVO europaweit und betrifft jene, die personenbezogene Daten von natürlichen Personen mit Wohnsitz oder Aufenthalt in der EU verarbeiten (wie bspw. Mitarbeiterdaten). Ziel ist es dabei, einen Datenschutzstandard einzuführen, welcher EU weit rechtsgültig ist.

 

Was die neue Datenschutzgrundverordnung, die ab nächstem Jahr in Kraft tritt, mit sich bringt, haben wir vorab schon erklärt (Hier geht es zum Artikel!).

 

T-Mobile hat Datenschützer Max Schrems eingeladen, die DSGVO nach Fallen für Unternehmen zu analysieren.

  • Heftige Strafen:

Bei Verletzung der Datenschutzgrundverordnung muss ein Unternehmen mit heftigen Strafen rechnen. Abhängig des Ausmaßes des Vergehens kann es für große Unternehmen mit vielen Kundendaten zu Strafen bis zu 20 Mio. Euro kommen oder 4% des globalen Umsatzes – je nachdem welcher Wert höher ist.

 

  • Schadenersatz:

Definitiv neu in Sachen Datenschutz ist auch, dass jede Person, die durch einen Verstoß – wie zum Beispiel durch Hacker veröffentlichte Kundendaten – einen Schaden erlitten hat, ein Recht auf Schadensersatz hat.

 

  • Data Breach Notification:

Neu ist auch die gesetzliche Informationspflicht. Bei einem Datenleck wird in ein „allgemeines Risiko“ und ein „akutes Risiko“ unterteilt. Bei einem allgemeinen Risiko muss innerhalb von 72 Stunden eine Meldung an die Behörden verschickt werden. Im Fall eines akuten Risikos müssen die Betroffenen unverzüglich informiert werden.

 

Max Schrems Resumee:

Es liegt bei den Unternehmen ihren Umgang und die Verarbeitung von Daten gemäß den neuen Regelungen stetig zu optimieren. Dabei ist relevant, dass die Datensicherheit immer dem aktuellen Stand der Technik entspricht und schon beim Aufbau einer Kundendatenbank an mögliche Absicherung für spätere Verwendung der Daten gedacht wird.