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22/01/18 Neues Jahr, Neues YouTube? – Die neue Monetarisierung von Sabrina Riedmair

New Year, New Me!

 

… Heißt es offensichtlich auch auf den sozialen Netzwerken.

 

Nachdem Facebook vor einiger Zeit Änderungen für den Newsfeed und Unternehmen veröffentlicht hat, zieht YouTube nun nach: Ein neues Monetarisierungssystem muss her! So wie andere zum Beginn des neuen Jahres Pfunde verlieren, verliert YouTube damit nun den Zuspruch innerhalb der Creator Community.  Die halten nämlich gar nichts von den Änderungen. Die neue Monetarisierung benachteilige kleinere Channel.  YouTube als lukrativen Nebenverdienst zu nutzen, funktioniere nun auch nicht mehr so einfach.

Doch was ändert sich denn nun für die Creator? Wir haben uns das neue System einmal genauer angeschaut.

 

Auf dem hauseigenen Creator Blog  hören sich die Neuerungen eigentlich noch ganz positiv an.

„ (…) we’re making changes to address the issues that affected our community in 2017 so we can prevent bad actors from harming the inspiring and original creators around the world who make their living on YouTube”

So weit, so gut. Dem “schlechten Content” soll also entgegengewirkt werden. Wer Teil des Partner Programmes werden und mit YouTube Geld verdienen will, muss nun neue Hürden überspringen. 2017 galt es bei dieser Hürde noch 10.000 Views auf dem eigenen Kanal zu erreichen. Genau das wurde nun geändert.

 

Die neue Regelung: 4000 Stunden Watchtime innerhalb der letzten 12 Monate und 1000 Abonnenten

 

Was daran stört nun die Creator? Es ist nicht die Anzahl der Abonnenten, es ist die Watchtime. Zur Erklärung: Watchtime bezeichnet auf Youtube die addierte Anzahl der Minuten, in denen der Content der Creator gesehen wurde. Wer sich also auf YouTube ein 12-minütiges Video von Anfang bis Ende ansieht, schenkt dem Creator dadurch 12 Minuten Watchtime.

Kleinere Channel fürchten nun um ihr Einkommen, denn diese Zahl muss erstmal erreicht werden. Größere Channels mit regelmäßigen Uploadzeiten erreichen die 4000er Marke leicht, für andere stellt es ein großes Hindernis dar.  YouTube versuchte daraufhin zu deeskalieren:

“99 percent of those affected were making less than $100 per year in the last year, with 90 percent earning less than $2.50 in the last month.”

Ist die neue Regelung also doch gerechtfertigt? Die Unzufriedenheit innerhalb der Community bleibt weiterhin groß. Zahlreiche Creator machten ihrem Unmut in Statements und Videos Luft.

 

 

Auch auf Twitter werden die Stimmen der Creator laut..

 

 

Ab dem 20. Februar wird das Programm über YouTube ausgerollt. Ob die gewünschten Effekte erzielt werden, oder ob das System ein „umgedrehter Robin Hood“ (nimm von den Kleinen, und gib den Großen) wird, bleibt abzuwarten.